Mittwoch, 27. April 2011

Der neue Türöffner

Die Geschichte des neuen Türöffners ist schnell erzählt:

Der Handwerker baut einen neuen Türöffner ein, muss dafür allerdings ein wenig die Tür aufstemmen, weil - wie er erst bemerkt, als er vor Ort ist - der alte eine andere Form hatte. Das ist nicht weiter wild, der Türöffner sitzt nach wenigen Minuten perfekt (vom alten bleibt eine Aussparung, die ich mit Holzspachtel zumachen soll). Nur hat er keinen Haken, den man nach unten stellen kann, so dass die Tür einfach aufzudrücken ist. Der Handwerker gibt dies zu und kommt beim nächsten Mal mit einem neuen Türöffner, diesmal mit Häkchen.

Die nächsten Tage erweisen den neuen Türöffner als nicht optimal - zwar funktioniert das Türöffnen aus der Wohnung heraus nun wieder, aber wenn es draußen ein wenig windig ist, springt die Tür sofort auf - ohne dass überhaupt jemand dagegen drückt. Wenn das Häkchen unten ist, genügt ein Lüftchen - und die Tür geht wie von Geisterhand auf. Der Handwerker weiß sofort Rat: Unsere Haustür sei einfach zu leichtgängig. Man solle doch die Tür mit einem Türschließer (das sind diese Vorrichtungen und Gewichte, die man manchmal oben an der Haustür montiert, damit die Tür "automatisch" zugeht) ausrüsten, damit sie nicht mehr so leicht aufginge. Mein zaghafter Einwand, aber mit dem alten Ding habe das doch auch mal funktioniert, wird weggewischt: "Ja, diese alten Öffner waren da noch sehr grob."


Hausbesitzer-Wissen

Da ich in einem vorherigen Beitrag in Unkenntnis des eigentlichen Begriffs "Türöffner" eine Geschichte zu einem neuen "Türdrücker" angekündigt hatte, könnte eventuell viele Mitmenschen die Antwort auf die Frage interessieren: Was ist eigentlich ein Türöffner?

Der Türöffner erspart dem Bewohner eine Menge Wege. Der Türöffner ist im Einsteckschloss der Haustürzarge integriert und per Kabel mit der Türöffner-Taste in der oder den Wohnungen verbunden. Wenn jemand klingelt, kann man oben in der Wohnung auf die Türöffner-Taste drücken, der Türöffner in der Haustür gibt mit einem charakteristischen Summen die Haustür frei, und der Besucher kann selbige aufdrücken - das ist, grob geschrieben, die Funktion eines Türöffners. Es gibt reine Türöffner-Module oder Einsteckschlösser, in die der Türöffner mit seinem Stromanschluss bereits eingebaut ist. Um letzteres Modell ging es oben.

Türdrücker nennt man dagegen die Türbeschläge mit Klinke und so weiter. Das ganze Gedöns für eine Tür komplett nennt der Handwerker (sofern er das eigene Vokabular kennt, was beileibe nicht immer der Fall ist) auch gerne "Türdrücker-Garnitur", was mich anfangs verwirrte, weil ich nur Wohnzimmergarnituren kannte.

Türöffner
Türdrücker



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